Reiseberichte mein Hobby Franken Gästebuch meine Heimat Privates Disclaimer Impressum

Zwei heiße Wochen auf Mallorca

"Urlaub auf Mallorca?Nie!!" So sagten wir vor ca. 10 Jahren. Die Ressentiments, entstanden durch die negativen Medienberichte über Ballermänner etc. waren gar zu groß. Im Jahre 1994 buchten wir auf Empfehlung unseres Reisebüros einen dreiwöchigen Urlaub in einer entlegenen Finca, mieteten uns für die ganze Länge des Urlaubs einen Wagen und durchforschten und entdeckten die Schönheiten der Insel. Wir ließen uns vom Mallorca-Fieber anstecken und es vergeht seither kein Jahr ohne Aufenthalt auf der Balearen Insel Mallorca.
Auf unseren Rundreisen entdeckten wir in Deia ein kleines Hotel mit Ferien-Appartements, das uns sehr gefiel und das wir seit 1999 als Domizil während unseres Aufenthaltes belegen.Deia Deia Carrer Ramon LlullMit unserem kleinen Mietwagen fahren wir an die Ausgangspunkte vieler Wanderungen und in die kleinen Badebuchten.
Auch in diesem Jahr - ausnahmsweise verlegten wir unsere Mallorca-Zeit vom Mai in den Juli - wohnten wir die erste Woche unserer Ferien in Deia.
Die erste kleine Tour führt uns immer an die Cala Deia, die an anderer Stelle beschrieben wird.
Da es in diesem Jahr auch auf Mallorca aussergewöhnlich heiß war verzichteten wir auf unsere obligatorische Wanderung auf das Castel Alaro und zogen weniger anstrengende Spaziergänge vor.
Über eine kleine kurvenreiche Straße, auf der uns kein Auto begegnete, ging es durch die Ausläufer des Tramuntana-Gebirges in das Naturschutzgebiet "La Reserva" am Fuße des Galatzo. Durch diese 21. ha große Landschaft führen 3.7 km leichte Spazierwege, vorbei an (künstlichen) Wasserfällen, interessanten Felsformationen, blühenden Pflanzen und duftenden Kräutern. Viele Tierarten sind hier heimisch und fühlen sich wohl.Naturschutzgebiet La ReservaAuf Tafeln wird die geologische Entstehung der Insel sowie die Historie geschildert.
Ehrfürchtig bestaunten wir "Großvater", den ältesten Baum der Insel. Diesen Olivenbaum haben wahrscheinlich Araber im 10. Jahrhundert gepflanzt. Das Alter eines Olivenbaumes kann nicht genau bestimmt werden, da der Stamm hohl ist und keine Jahresringe aufweist.
Reserva-GroßvaterEbenfalls über die Nordwestküstenstraße erreichten wir Port des Canonge. Von hier führt ein bequemer Wanderweg nach Banyalbufar. Aussergewöhnlich sind die sonst auf Mallorca nicht auftretenden Sandsteinfelsen. Den Weg säumen Mastixsträucher, Libanonzedern, wilde Olivenbäume und eine mächtige Felswand aus Kalkstein. Die Ausblicke auf die Westküste ändern sich nach jeder Kurve und sind hinreißend schön.Port des CanongeNach ca. 1 1/2 Stunde erblickt man das Städtchen BanyalbufarBanyalbufar mit seinen von den Arabern im 10. Jahrhundert angelegten Pflanzterrassen.
Der leicht abwärts führende Rückweg nach Port des Canonge wurde beflügelt durch unseren Hunger und Durst, den wir in einem kleinen Restaurant stillen konnten.


Wir sehen uns oft in den Bergdörfern der Tramuntana nach kleinen Hotels um. Zwei "Petit Hotels" entdeckten wir in Fornalutx. Wir ließen uns Prospekte geben - wer weiß, vielleicht buchen wir dort einmal im Februar zur Zeit der Mandelblüte?Fornalutx

Das Dörfchen Orient mit seinen gerade mal 300 Einwohnern (in der Mehrzahl Deutsche) ist Ausgangspunkt unserer Alaro-Wanderung. Ein kleines Dorfrestaurant, in dem wir uns immer mit frisch gepreßtem Orangensaft erfrischten, zeigt sich plötzlich als exclusives Hotel mit sehr feinem teuren Restaurant.OrientWir kehrten nicht ein sondern fuhren weiter bis Bunyola, um die "Arabischen Gärten" am Herrenhaus von Alfabia zu besuchen, die mit ihren dichten Baumgewächsen, Springbrunnen und Teichen einen angenehmen Aufenthalt in der Hitze bieten.Alfabia - Arabische Gärten
Das Herrenhaus mit Bibliothek, antikem Mobiliar und alten Gemälden vermittelt einen Eindruck des Wohlstandes und Lebensstils mallorquinischer Grundbesitzer.

Ein Badetag am Strand von Sant Elm, klein, mit feinem Sand und klarem Wasser musste natürlich auch sein. Auch die wohl schmeckenden Muscheln im Fischer Restaurant ließ ich mir munden.

Strand von Sant Elm

Die erste Woche ging sehr schnell vorüber und wir nahmen Abschied von der Westküste Impression an der Westküste

Im vorigen Jahr entdeckten wir eine kleine Finca in der Nähe des längsten Sandstrandes der Insel, Es Trenc,die uns sehr gefiel und, da wir sehr freundlich aufgenommen wurden, buchten wir für eine Woche. Wir wurden von der Familie mit guter mallorquinischer Hausmannskost - die Mutter stand am Herd und der Vater erntete in seinem Garten jeden Tag frisches Gemüse und Salat - und mit familiärer Atmosphäre sehr verwöhnt und es war bestimmt nicht unser erster Aufenthalt dort. Finca Ses Rotes Velles Der Strand Es Trenc, die kleinen Badebuchten Cala Llombards, Cala Santanyi und das kleine Fischerdorf Cala Figuera sowie das neue Naturschutzgebiet Mondrago sind in unmittelbarer Nähe und waren Ziel in der zweiten Woche unseres Aufenthaltes.Am Strand von Es TrencCala LLombardsCala SantanyiCala FigueraCala MondragoDie verschwiegene kleine Bucht mit dem schönsten klaren Wasser der Insel, S'Amonia, wird nur von "Eingeweihten" aufgefunden, denn kein Wegweiser führt dahin.Cala S-almonia


Was macht es, dass an einem Abend die Stromversorgung auf der ganzen Insel ausfiel? Auf unserer Finca war es sehr romantisch und gekocht wurde mit Gas.

Es steht auf jeden Fall fest:

Wir kommen wieder.