Orchideenpark Orchideenpark Orchideenpark
2. Oktober 2004
Um 18.29 Uhr, als der IC den Hauptbahnhof Nürnberg verließ, begann unsere weiteste, umfassendste, mit größter Spannung erwartete Reise in einen Kontinent ,der uns trotz langer Vorbereitungen fremd war, Australien.
Fast pünktlich kamen wir um 20.55 am Fernbahnhof Frankfurt/Flughafen an, der Fußweg und die kurze Fahrt mit der Skyline bis zum Terminal 2, Halle E, Schalter 915-920 zum Einchecken bei der Qantas dauerte mehr als eine halbe Stunde. Kaum hatten wir uns in der Warteschlange am Qantas-Schalter eingereiht, als sich Annett, unsere Reiseleiterin schon bemerkbar machte, die uns auf der ganzen Reise bis zur Rückkunft in Frankfurt/Flughafen begleitete.
Nach einem kurzen Gespräch mit Annett, die wir von unserer vorjährigen Südengland-Reise bereits kannten, bummelten wir noch im Flughafengelände.
Endlich, wie geplant, um 23.55 Uhr rollte die vollbesetzte Boeing 747 der Qantas mit ca. 880 Passagieren an Bord auf die Startbahn und hob kurz nach Mitternacht in Richtung Singapur ab.
3. Oktober 2004
Der Flug - Flugzeit ca. 12 Stunden - verlief problemlos. Nach einem Supper wurden wir für die Nacht noch mit Flüssigkeit und einem kleinen Imbiss versorgt. Zwischendurch gelang sogar immer wieder ein Schläfchen. Die Beinfreiheit in der Economy-class der Qantas ist nicht sehr groß. Einige Stunden Schlaflosigkeit konnten wir mit Spielfilmen und dem Verfolgen des Fluges auf dem Monitor vor uns überbrücken.
Gegen 18 Uhr Ortszeit - Zeitverschiebung - trafen wir am Flughafen Singapur ein. Der erste Kontakt mit der Außenwelt war fast umwerfend, bei noch 30 und einer Luftfeuchtigkeit von 97%, wie man uns sagte.
Schon den Bustransfer vom Flughafen zu unserem erstklassigen Hotel Grand Plaza Parkroyal. Coleman Street, nutzte Annett um uns mit Singapur, dem Stadtbild, der Politik, der wirtschaftlichen Entwicklung und der Einhaltung der Verkehrsvorschriften für Fußgänger vertraut zu machen und uns auf den nächsten Tag in Singapur einzustimmen.
Der eintägige Aufenthalt in Singapur ermöglichte uns, diese Insel, die vor der Südspitze der malaiischen Halbinsel zwischen der Malakkastraße und dem Südchinesischen Meer liegt, etwas kennen zu lernen. Außerdem blieb uns nach 12 Stunden Flugzeit ein sofortiger Weiterflug von 7-8 Stunden nach Sydney an die-sem Tag erspart.
Die Sonne war bereits untergegangen, als wir durch das beleuchtete Singapur fuhren. Die in mehreren unterschiedlichen Blöcken aneinander gereihte Skyline beeindruckte an diesem Abend mehr als bei Tageslicht. Die Türme sind die unvermeidliche Folge des modernen Singapur - es wohnen immerhin 80% der Bevölkerung hier - , das sich in 200 Jahren von einer kleinen Provinzkolonie in eine weltweit beachtete Industrienation verwandelt hat.
Noch am Abend machte Annett mit der Gruppe einen Bummel, vom Hotel vorbei am Old Parliament House, Victoria Theatre und Concert Hall zum Boat Quay am Singapore River, wo sich ein großer Teil der Gruppe mit Annett ein kühles Tiger-Beer im sog. China Town gönnte. Wir genossen den stimmungsvollen Blick vom Boat Quay aus, wo aneinander gereihte Bars und Restaurants die alten Geschäftshäuser entlang dem südlichen Flussufer wieder beleben, leider im Hintergrund überragt von den Wolkenkratzern. Ein pulsierendes Leben ist hier im Herzen Singapurs. Wir schlenderten noch am prachtvollen Fullerton Hotel vorbei, ehe wir nach 22 Uhr ins Hotel zurückkehrten.
4. Oktober 2004
Nach einem erholsamen Schlaf sprangen wir um 6 Uhr aus den Betten, um 07.30 Uhr kamen wir zum Frühstück, um 9 Uhr begann die Stadtrundfahrt, die gegen 13 Uhr endete. 1 Stunden verbrachten wir in der stillen Oase des herrlichen Singapore Botanic Gardens, wo sich die Philologin Annett als Botanikerin erwies. Das Orchideen-Zuchtprogramm hat bisher ca. 2000 neue Arten hervorgebracht. Es ist unmöglich, die Vielzahl der wunderbaren Vegetation nur annähernd zu beschreiben. Anschließend fuhren wir auf den Mount Faber, wo sich ein herrlicher Ausblick auf den Hafen und die südlichen Inseln bot. Bei der Fahrt und den Spaziergängen durch Chinatown und dem Financial District, dem Viertel Orchard Road, dem Colonial Core und Fort Canning, rund um den Padang, dem neuen, erst 1999 eröffneten Parlamentsgebäude, das neue Esplanade, ein Kulturzentrum mit Theater- und Konzertsaal lernten wir viel von Singapur kennen.
Bis zu unserer Abfahrt um 17.30 Uhr zum Flughafen stand uns das Hotelzimmer noch zur Verfügung. Auf halbem Weg vom Boat Quay zum Singapore River entschlosssen wir uns wegen der großen Hitze zu unserem Hotel zurückzukehren und dort zu essen. Anschließend konnten wir uns im Zimmer noch etwas ausruhen, denn der nächste Flug von Singapur nach Sydney startete um 20 Uhr.
Skyline von Singapur Chinatown Blick vom Mt. Faber
Esplanade-Kulturzentrum Orchideenpark Fullerton-Hotel inmitten Wolkenkratzer
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